Sonntag, Juli 25, 2010
Montag, Juni 28, 2010
The Flying Pan, Hong Kong
Wenn man in Hong Kong ist, mal wieder die Nacht zum Tag gemacht hat und gerade keine Lust auf chinesisches Essen hat, sollte man wissen, dass es hier rund um die Uhr Frühstück gibt. Und zwar riesige, leckere Berge: Eier gerührt, gespiegelt, poschiert, mit Speck, Würstchen, Frikadellen, Toast, Waffeln, French Toast oder Pancakes (diese etwas zu fluffig für meine Begriffe), mit Marmelade, Obstsalat, Bratkartoffeln, Bohnen, gegrillten Tomaten und was man da sonst noch so alles dabei tun kann.
The Flying Pan, u.a. 9 Old Bailey Street, Hong Kong Central
Freitag, März 19, 2010
Chappi oder Cappucino?
Gestern machte ich mit meinem Besuch und dem Hund einen längeren Spaziergang durch die Herrenhäuser Gärten und die Nordstadt. Vögel zwitschern, Bratwurst duftet. Auf dem Rückweg kommen wir durch die Lilienstraße und an einem Laden vorbei, der beim bloßen Vorübergehen einige Fragen aufwirft. Im linken Schaufenster Tierfutter und Tier-Zubehör, im rechten Schaufenster Café-Tresen mit Menschen, die Espresso schlürfen. Hunde bellen. Und zu allem Überfluss heißt der Laden auch noch Djangos Paradise. Das scheint alles irgendwie nicht zusammenzupassen. Aber weit gefehlt. Ein Blick ins Internet, nämlich hierher, erhellt den Sachverhalt. Logisch eigentlich! Nächstes Mal geh ich rein.
Freitag, März 12, 2010
Schankwirtschaft Wilhelm Andresen, Katingsiel.
Trümmertorte mit Rhabarber, Eiergrog und schon wieder das Geschirr von Oma. Seltmann Weiden Bavaria in urtümlich gekachelter Stube. Angeblich gibts im Bomannmuseum in Celle die gleichen Kacheln zu betrachten. Und das mit dem Eiergrog-Rezept von der blonden Kathrein werd ich auch irgendwie rauskriegen. Zum Nachbauen. Dieser dicke löffelbare Eischaum ist der Oberrenner. Also nicht zu früh umrühren.
Die Trümmertorte schmeckt im Prinzip genauso wie der Rhabarberkuchen im Kurhaus in Dangast. Nur in anderer Reihenfolge.
Schankwirtschaft Wilhelm Andresen. 25832 Katingsiel Nr. 4
Sonntag, Juli 19, 2009
Auf die Schnelle
Wirklich leckere Pølser gibt es übrigens auf Lyø (DK) am Hafen. Gleich schräg gegenüber vom Klohäuschen.
Samstag, Juli 18, 2009
Keksduft und Nieselregen

Dyreborg (DK) ist ja ein ziemliches Nest. Irgendwie ein Vorort von Faaborg. Eigentlich gibt es dort nichts außer einem großen finsteren Wald, Weihnachtsbaumplantagen, einem winzigen pittoresken Hafen, einem kleinen Laden (in dessen angrenzender Garage übrigens jeder Anwohner seine Sammlung dänischer Kinderbuchklassiker von 1956 oder seine Gartenernte feilbieten kann), unfassbar schönen Häusern und einer Eisbude:
Dem Is-Båden.
Bei gutem Wetter sitzt oder steht man auf der Terrasse und guckt über den Hafen auf die benachbarte Insel Bjørnø, vor der die maritime Einflugschneise nach Faaborg verläuft. Bei schlechtem Wetter kann man sich dort auch reinsetzen und aus dem Fenster gucken (gleiche Aussicht, s.o.). Und wenn man etwas zu früh ist, muss man eben auf die frisch gebackenen Kekse zum Tee etwas warten. Das grenzt schon fast an Folter, denn der Geruch nach Backen mit Schokolade ist so lecker, dass man sich gar nicht so richtig auf den Beutelschneider konzentrieren kann. Geschirr wie von Omma (Teller). So wird an diesem nicht besonders angenehmen Regen- und Sturmtag sogleich das Behaglichkeitsdefizit ausgeglichen.

Dienstag, Juni 30, 2009
Kunst-Café Fleckeby
Da will ich doch schon seit Jahren einen Post über das Kunst-Café in Fleckeby schreiben, im Grunde genommen ist dies das Café, weshalb es dieses Blog überhaupt gibt, und jetzt habe ich so lange gezaudert, bis der Landcafé-Boom so verbreitet ist, dass sogar "Die Zeit" darüber schreibt. Dabei habe ich immer nur nicht so richtig in Worte fassen können, wie gut es dort ist. Nicht ganz billig, okay, aber dafür sind die Backerzeugnisse wirklich jedesmal einfach gleichbleibend gut. Wir gehen jedenfalls schon seit geschätzten 15 Jahren immer wieder gerne hin. Und wie das naturgemäß so ist, reißen wir den Altersdurchnitt auch nicht mehr ganz so dolle nach unten. Und zu diesem ollen Zeitartikel von vorletzter Woche muss ich einfach nochmal sagen: Der war echt unspannend. Da hätt man wirklich etwas mehr Herzblut reinlegen können, wenn man sich schon die Mühe macht, um die ganze Schlei zu orgeln und tonnenweise Torten in sich reinzuspachteln. Naja. Aber voller Bauch studiert ja bekanntlich nicht gerne.
Und eventuell ist die Autorin auch gar nicht selbst gefahren, sondern hat nur eingehend die beiden vorhandenen Ausgaben der Mohltied (sehr empfehlenswert, wenn man sich viel an der Schlei rumtreibt übrigens) gelesen. Da hätte dann der routinierte Schreiber schon genug Infos um mit ein bisschen Phantasie eine eigene Reportage zusammenzuzimmern. Aber davon geh ich jetzt mal nicht aus. Oder handelt es sich womöglich um einen Gefälligkeits-PR-Artikel, denn es wird ja sogar auf oben genanntes Druckerzeugnis hingewiesen? Nein, bestimmt nicht. Das kann ich mir nicht vorstellen. Nicht in der Zeit.
Freitag, Mai 01, 2009
Es muss nicht immer Kaffee sein, 1. Ausgabe
Das beste Cordon bleu ever gibt es übrigens bei Reimers Gasthof in Geltorf. Im Moment auch mit Spargel. Da reist man schon mal 280 km an, wenn man nicht gerade zufällig in der Nähe ist, um dem Chef beim Fleischklopfen zuzuhören und sich beim Bier (u.a. Flens vom Fass, wo auch, wenn nicht hier) darauf zu freuen, dass gleich der leckere Käse aus dem kross panierten Schweineteil rausquellen wird. Hervorragend.
Sonntag, März 08, 2009
Im Schloss
Am ersten Tag auf über 2.000 Metern Höhe kann man schon mal nach drei Stunden auf Brettern schlapp machen. Da trifft es sich gut, dass das Hotel eine Eins-A-Sonnenterrasse mit herrlichstem Ausblick hat. Das frühe Schlappmachen zahlt sich dann auch aus und beschert mir einen freien Liegestuhl, inklusive kuscheliger Decke, und ich fühle mich mit meinem Andree Hesse fast wie im Sanatorium. Der Hesse bleibt zumindest auf der Terrasse ungelesen, da die eintrudelnden anderen Gäste einfach zu spannende Gesprächsverläufe haben. Ich verschanze mich also hinter dem Buch und schlürfe meinen Tee, während ich entspannt lausche. Da hört man dann schon mal Aspen, Geweih-Kronleuchter oder Klub an der Alster. Aber wenn die Kuchen und Torten nur halb so lecker sind (hab sie bisher nicht probiert, nur gesehen) wie das abendliche 5-Gänge-Menü, dann ist das garantiert der goldrichtige Ort für ausgemachte Kaffeetanten, hier.
Freitag, Dezember 12, 2008
Osterhasi
Noch bis zum 13. April 2009 zeigt das Bomann-Museum Celle die Ausstellung "Träume aus Zucker, Marzipan und Schokolade".
Zu ausgewählten Terminen gibt's Kurse zum Zugucken und Mitmachen: z.B. "Pralinen-Herstellung" oder vor Ostern das "Gießen von Osterhasen und Ostereiern" und anderer osternaher Tiere und Formen sowie die Herstellung derselben aus Marzipan.
Und nicht vergessen: Freitag ist Freitag und der Eintritt kostet dann nix.
Sonntag, August 17, 2008
Kein heißer Scheiß
Ich hasse ja jegliche Form von Kundenbindungskrams und so. Da ich aber regelmäßig in Lübeck die dort ortsansässige Bäckereikette besuche, liegt diese doch in mehrfacher Ausführung, genaugenommen dreifacher, auf dem Weg zu meiner Arbeit, um dort mein Frühstück zu jagen, obwohl es sicher günstigere Möglichkeiten gibt, an ein belegtes Brötchen und einen mittleren Cappucino zu kommen, ich dort also so viel Geld lasse, besitze ich auch eine Stempelkarte, die ich mir artig abstempeln lasse, damit ich nach 12 mittleren Cappucino, dann auch mal den 13. umsonst kriege. Oben drauf steht fett: Kaffeespezialitäten-Treukarte. Ich meine mich zu erinnern, dass ich in meiner Stammfiliale die Karte auch schon bei einem Tee abgestempelt bekam. Lange Rede kurzer Sinn: Neulich befand ich mich dann mal am Lübecker Bahnhof, auf dem Weg nach Berlin. Und weil es so heiß war an diesem Morgen, war mir eher nach einem Eiskaffee zu meinem Frühstücksbrötchen. Nichts Böses ahnend hielt ich der Bäckereifachverkäuferin meine Stempelkarte hin und die sagte allen Ernstes: "Dafür kriegen Sie keinen Stempel. Das ist schließlich ein Eisgetränk und kein Heißgetränk." Ey, Alte. Ich leg hier fast fünf Schleifen fürn Eiskaffee und ne olle Schlemmertasche auf den Tresen und du verweigerst mir den dämlichen Stempel. Ich glaub es geht los. Leider hab ich das natürlich nicht gesagt. Ich war viel zu perplex. Und leider kaufe ich da immer noch ein. Obwohl ich diese Bäckerikette damals in Schwerin schon unfassbar teuer fand. Mittlerweile traue ich mich aber nicht mal mehr, die Stempelkarte bei einem Tee in meiner Stammfiliale hinzuhalten. Wie sehr lässt man sich als Kunde eigentlich demütigen? Und warum macht der doofe Coffeeshop, zu dem ich eigentlich viel lieber gehe, erst um halb zehn auf, wenn ich schon längst am Schreibtisch sitze? Und warum schaffe ich es eigentlich nicht, zu Hause zu frühstücken? Fragen über Fragen, die ich auch zu einem späteren Zeitpunkt wohl nicht beantworten werde.
Freitag, März 14, 2008
Cappu-Tina
Ein Ritual ist es bei uns, am Freitagmorgen in die italienische Stehfresse um die Ecke zu gehen, bei Wirtin Tina Parmaschinken-Brötchen/-Ciabatta mit Provolone zu bestellen und dazu Cappucino zu trinken. Wir würden bei der Bestellung jetzt nicht unsere sehr mageren Italienischkenntnisse über Gebühr raushängen lassen, bei Benutzung oder Anhörung des Wortes Cappu, krieg ich allerdings Amarettini-große Pickel. Und "Mach ma zwei Cappu, Tina" würde mir deshalb nie über die Lippen kommen. Da bestell ich noch eher zwei Ladde. Trotzdem gehen wir da gerne und oft hin. Seit es das Rauchverbot gibt noch viel lieber. Da wird man nicht schon zum Frühstück zugequalmt, und der Cappu schmeckt nochmal so gut... Ups.
Piacere. Otto-Brenner-Straße. 30159 Hannover
Donnerstag, Juli 05, 2007
Irgendwie Café im Zelt
Es gibt schon eigenartige Locations für Cafés. Obwohl es hier gar nicht so sehr die Location ist. Neben einem Golfplatz kann man schon irgendwie einen gastronomischen Betrieb erwarten. Schließlich wollen die Golfer ja auch was essen. Zumal dieser Golfplatz ein Golfplatz für jedermann ist. Kann man hingehen, sich Schläger leihen und ab geht die Post. Fast wie Minigolf, nur in groß. Das Café am Golfplatz ist trotzdem irgendwie aufs Minimum reduziert. Und irgendwie hab ich mich auch gerade verfranst...
Also nochmal von vorne:
Am Golfplatz in Boltenhagen, vielmehr in Redewisch ein paar Kilometer westlich von Boltenhagen steht ein nicht mehr ganz weißes Zelt, in dem es bei entsprechenden Temperaturen natürlich bulleheiß wird. Drumherum wimmelt es von unzähligen Monoblocksesseln. ("Die sind ja so praktisch - pflegeleicht und unkaputtbar.") Passenderweise heißt dieses Etablissement Zeltcafé an der Steilküste, denn die Steilküste ist gar nicht so weit weg und möchte man von Boltenhagen zu Fuß zum Café, läuft man auch die ganze Zeit auf ihr entlang und genießt einen hinreißenden Blick über die Lübecker Bucht und über wogende Felder. Einfach herrlich jedenfalls. Besonders bei schönem Wetter. Irgendwann kommt man in ein Wäldchen, wo noch ein alter Wachturm aus DDR-Zeiten steht und noch andere komische Anlagen. Direkt hinter dem Wäldchen liegt der Golfplatz und wenn man jetzt nicht dem Weg weiter an der Steilküste folgt, sondern sich ins Landesinnere wendet, erreicht man nach ein paar Hundert Metern das Café. Man findet's ganz greuslich auf den ersten Blick - also, ich zumindest -, aber weil wir nach dem Spaziergang jetzt gerne was trinken oder essen möchten, kehren wir trotzdem ein. Und, irgendwie wundert's uns doch nicht: Hier gibt's einfach geile hausgemachte Kuchen und Torten. Und drumherum ist's auch ganz hübsch - wenn man gerne auf den Golfplatz guckt. Aber immerhin sind wir ja gerade eine ganze Weile am Wasser lang gelaufen, und hinter'm Golfplatz wogt Weizen im Wind, wahlweise blüht auch der Raps, und wenn ich mich recht entsinne, kann man in der Ferne doch irgendwie das Meer sehen. Dieses Fleckchen hätte auf jeden Fall ein hübscheres Café verdient - und besonders auch das extrem leckere Gebäck. Aber wahrscheinlich wurde mit dem Zelt aus der Not eine Tugend gemacht. Und irgendwie ist es ja auch besonders.
Zeltcafé an der Steilküste. Redewisch. Ausbau 16. Täglich 10 bis 21 Uhr.
Mittwoch, Juni 20, 2007
Kaffee in Dünen

Wenn der erste Herbststurm im Juli über Norderney fegt oder dicke Regentropfen kleine Krater im feinen Sand hinterlassen, machen sie hier vielleicht schon den Kamin an. (Draußen sitzen kann man auch schön; hab ich mir sagen lassen.)

Weiße Düne 1. 26548 Norderney. 04932 - 93 57 17
Dienstag, Juni 05, 2007
Schwedische Wochen im Café Glocksee
Da gibt es keine Köttbullar, kein Jansons Frestelse und keine Zimtschnecken. Sondern vorletzten Samstag Christian Kjellvander und Logh. Und eben gerade Nervous Nellie und Shout Out Louds. Ist ja immer ein bisschen schwierig, wenn die Vorgruppe besser ist als der Hauptact. Kjellvander ließ den halb so großen Sänger von Logh stimmlich ziemlich alt aussehen. Das war ein bisschen wie Schul AG Rockmusik auf Tour. Kjellvander der Lehrer und die Lümmels von Logh konnten sich nicht einigen, wer denn jetzt das Schlagzeug spielt, und da wurden dann kurzerhand einfach zwei auf die Bühne gestellt. Das rockte irgendwie ein bisschen, dann aber doch nicht so richtig. Auf CD sind sie aufregender. Hüne Kjellvander war der absolute Wahnsinn. Der rockt zwar nicht, aber er rührt und das umso mehr - wenn er nur beim Singen das Gesicht nicht so schräg verziehen würde. Schnuppe, einfach ab und zu die Augen zu machen oder auf die Gitarre gucken oder auf die mitgebrachte Sängerin/Mandolinistin/Keyboarderin, deren Look schon sehr - ich würde es mal 'interessant' nennen - war.
Nervous Nellie und Shout Out Louds ließen eben gerade das Café Glocksee kochen. Hab dort selten so eine Stimmung erlebt. Ausgesprochen uplifting eröffneten die zugewachsenen Puschelbärchen von Nervous Nellie den Abend. Fröhliche Surfer-Dude-Musik von der Westküste, die sofort zum Hüpfen und Hampeln anregt. Sensationell. Shout Out Louds blieben dahinter fast ein bisschen zurück, aber auch nur fast. Robert Smith hatte sich als Tobey Maguire verkleidet, was ihm auch ganz gut gelungen ist. Aber seine Stimme konnte nicht darüber hinwegtäuschen, mit wem man es tatsächlich zu tun hatte. Egal. 's war geil. Genug geschwafelt. Gute Nacht.
Mittwoch, Mai 30, 2007
Auf die Schnelle 2
Brot, Brötchen und Kuchen in köstlicher Auswahl gibt es übrigens beim Bäcker mit integriertem Stehcafé am Christianshavntorv, Torvegade Ecke Overgaden oven Vandet in Kopenhagen. (Das Personal wird da, glaub ich, auch nach Aussehen angestellt. Alle mindestens so knackig wie die Brötchen.) Und wer eine günstige Übernachtungsmöglichkeit sucht. Gleich schräg gegenüber in der Torvegade 36 ist das Chicken's. Betten sind zwar etwas durchgelegen und nach vorne raus ist es etwas laut, dafür kriegt man es bestimmt nirgends in Kopenhagen für den Preis so kuschelig.

